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Written by: Marcel Kanz in 25. Oktober 2018

Abwechslung im Winter? Stangenarbeit!

Ein Gastbeitrag von Sonja Wegener Reitausbildung

 

Der Winter steht vor der Tür. Für viele Reiter und ihre Pferde heißt das,

die meiste Zeit in der Reithalle zu verbringen. Wir lieben Abwechslung, und

wenn das auch noch ein optimales Trainingsprogramm für unsere

Pferd-Reiter-Paare ist, macht es umso mehr Spaß!

Ein kleiner Beitrag, warum ich Stangenarbeit für ein sinnvolles Training für

jedes Sport- und Freizeitpferd halte, das regelmäßig gearbeitet/geritten

wird:

 

Physische Trainingseffekte

 

Mit dem Training über Stangen im Trab und Galopp werden die koordinativen

Fähigkeiten verbessert, also das losgelassene Zusammenspiel aller

Bewegungsabläufe, die überhaupt eine Entwicklung von Schub- und Tragkraft

ermöglichen:

Gleichgewichtsschulung von Pferd und Reiter, mehr Balance = besseres

Gleichmaß in den Grundgangarten (Takt!) und Rhythmisierungsfähigkeit. Für

den Reiter präzisere Hilfengebung durch ausbalancierten Grundsitz

Anpassungsfähigkeit und Geschicklichkeit: Durch wechselnde Aufgaben werden

auf geraden und gebogenen Linien Anreize durch unterschiedliche Abstände und

Höhen gesetzt und das Pferd aufgefordert entsprechend zu reagieren und das

Gangmaß darauf anzupassen. Auch der Reiter ist gefragt auf die Bewegung

einzugehen und unterschiedliche Ausprägungen des Entlastungssitzes zu üben.

– Der Bewegungsablauf des Pferdes wird durch energischeres Abfußen und

zunehmende Federfähigkeit in den Gelenken verbessert, das hat auch einen

positiven Effekt auf die Rückentätigkeit des Pferdes.

 

Psychische Trainingseffekte

 

Durch die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten kommt keine Langeweile auf!

Das Pferd ist immer wieder gefragt hinzuschauen und aufmerksam zu bleiben,

so dass nicht selten auch trägere Kandidaten agiler werden. Das steigert die

Motivation und schult die Konzentrationsfähigkeit der Pferde. (Achtung vor

allem bei jungen Pferden nicht zu lange Einheiten).

 

Ausbildungsschritte

 

Einige werden jetzt sagen: „Mein Pferd kann das nicht und stolpert nur über

die Stangen“. Natürlich stellt sich nicht jeder gleich geschickt an und das

gilt nicht nur für Dressurpferde. Hier gilt die Anforderung langsam

steigern. Nicht jedes Pferd findet direkt seinen Rhythmus und Gleichgewicht

im Stangen-Dschungel. Zunächst sollten regelmäßig nur einzelne Stangen auf

verschiedenen Linien erarbeitet und dann auf kleine Abfolgen gesteigert

werden. Wer hier nur 1x im Monat übt wird auch nur langsam Erfolg sehen.

Wichtig ist es dem Pferd so einfach wie möglich machen, d.h. Die Abstände

genau auf die Länge des Schrittes (Tritte, Sprung) legen, bis das Pferd sein

Gleichmaß über den Stangen findet.

Fortgeschrittene können die Abstände und Linienführung verändern und so

Raumgriff oder Versammlungsbereitschaft fördern.

Wie ihr seht ist die Arbeit mit Stangen eine sinnvolle Ergänzung im Training

von Reitpferden und fördert den losgelassen Bewegungsablauf, Aufmerksamkeit

und Motivation des Pferdes.

Wenn ihr jetzt auch auf den Geschmack gekommen seit probiert es doch mal

aus.

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