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Written by: Marcel Kanz on 19. Februar 2019

Heute haben wir ein spannendes Interview mit der lieben Friederike für euch. Friederike ist Architektin aus Düsseldorf und 31 Jahre alt. Neben ihrem Job ist sie leidenschaftliche Springreiterin und kümmert sich um ihre Pferde. Als wäre das nicht zeitlich schon eine Leistung für sich, versorgt sie auch noch täglich ihren Instagram Account „Horses en Vogue“ mit tollen Inhalten. Dabei ist Friederikes Kanal besonders bekannt für die tollen Collagen, bestehend aus stylishen Must-Haves für alle Reiterinnen, die Spaß an schönen und hochwertigen Produkten haben. Natürlich erzählt sie aber auch aus dem aufregenden Alltag mit ihren Pferden, sportlichen Entwicklungen und vielem mehr! (Instagram: https://www.instagram.com/horsesenvogue/)

Aber jetzt auf ins Interview….

Hallo liebe Friederike,

viele kennen dich bereits von deinem Instagram Kanal @horsesenvogue, wo Du auf eine sehr stylishe Art&Weise von deinem Alltag mit den Pferden berichtest. Gleich 7 Traumpferde zu finden, ist eine ganz schöne Herausforderung, oder? Magst du sie uns einmal vorstellen?


Erst mal vielen Dank für Deine lieben einleitenden Worte. Zu meiner Crew gehören 3 Springpferde: Chandra (Hellbraune, Holsteiner, Stute, 12 Jahre), Laurits (Brauner, Württemberger, Wallach, 7 Jahre), Corino (Schimmel, Holsteiner, Hengst, 9 Jahre). 1 Dressurpferd: Belli (Schimmel, DSP, 5 Jahre und 3 Rentner : Triton (Brauner, KWPN, Wallach,19 Jahre), Lady-Bird (Braune, Dänisches Warmblut, Stute, 20 Jahre) und Koko Kess (Schimmel, Trakehner, Stute, 23 Jahre). Meine bunt gemischte Herde, von dem ich keinen missen möchte.

War es von Anfang an dein Wunsch, mal so viele Pferde zu haben oder hat sich das aufgrund deiner sportlichen Ambitionen so entwickelt?

Ich bin schon sehr pferdeverrückt und habe das Glück, dass meine Familie meine Leidenschaft teilt und unterstützt. So war ich schon von klein auf immer mit im Stall und unsere Pferdefamilie ist stetig gewachsen. Im Moment habe ich das Glück vier tolle Sportpferde (mit denen ich auch aktiv Turniere reite) an meiner Seite zu haben. Unsere drei Rentner haben mir viele tolle (sportliche) Momente bereitet und genießen jetzt ihr Leben auf der Wiese.

Wie bist du zu den einzelnen Pferden gekommen? Hast du dich bei Ausbildungsställen / Händlern / Züchtern, die Du bereits kanntest, auf die Suche nach den jeweiligen Pferden gemacht oder eher online nach deinem jeweils neuen Traumpferd recherchiert? Und wie würdest du jetzt auf Pferdesuche gehen?


Ganz unterschiedlich. Corino habe ich zum Beispiel 6-jährig direkt beim Züchter gekauft. Gefunden habe ich ihn über eine Online-Plattform. Als ich die Bilder und Videos in der Anzeige gesehen habe, war es schon Liebe auf den ersten Blick. Ausbildungsstand, Charakterbeschreibung und Budget passten auch perfekt. Und selbst die Entfernung von über 500 km hat uns nicht abgeschreckt. Wir wurden nicht enttäuscht und sind noch heute sehr glücklich mit Corino. Ein toller Nebeneffekt war auch, dass ich so eine super Unterbringung für meine Rentner Stuten gefunden habe.
Chandra haben wir damals 6-jährig über eine Auktion gekauft. Ich hatte damals mehrere Pferde ausprobiert, sie war aber meine Favoritin und umso glücklicher war ich, als wird damals den Zuschlag bekamen. Sie ist ein unglaubliches Pferd, die immer für mich kämpft.
Laurits haben wir gekauft als er 2,5 Jahre alt war. Zu unserem Glück wurde er damals bei der Körung nicht angenommen und fand so den Weg zu uns. Auch hier war es Liebe auf den ersten Blick. Wir haben ihn schonend anreiten lassen und mittlerweile konnte er schon Springpferdeprüfungen erfolgreich für sich entscheiden. Es ist toll, dass wir seinen Weg in den Sport von Anfang an mit verfolgen und begleiten können.
Wenn ich noch mal ein Pferd suchen würde, würde ich wieder online schauen. So kann man sich ein guten „Marktüberblick“ verschaffen. Gleichzeitig würde ich bei befreundeten Züchtern anfragen und meine Trainer fragen, ob sie ein passendes Pferd kennen.

Welchen Ausbildungsstand hatten deine Pferde als Du sie gekauft hast? War es beim Kauf deine Absicht, sie weiter in Ausbildung zu geben?

Der Ausbildungsstand war sehr unterschiedlich: von ungeritten bis hoch S platziert war alles dabei. Eine gute und fundierte Ausbildung von Pferd und Reiter hat für mich einen hohen Stellenwert. Ich reite zwar seitdem ich denken kann und bin erfolgreich auf Turnieren unterwegs, dennoch bin ich Amateur und daher auf die Unterstützung von Profis angewiesen. Alle meine Pferde werden regelmäßig von meinen Trainern mitgeritten und auch ich habe regelmäßig Unterricht. Gerade wenn man sich ein junges Pferd anschafft, sollte man sich Unterstützung suchen.

Hattest du eine klare Vorstellung welche Rahmenbedingung dein jeweils neues Pferd erfüllen sollte? Und hat das Pferd für welches Du dich dann entschieden hast, genau diese Wünsche auch erfüllt?

Hierzu gibt es eine schöne Geschichte, wie wir Belli vor fast zwei Jahren gefunden haben. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem erfahrenen und voll ausgebildeten Dressurpferd, von dem ich als Lehrpferd viel lernen und mitnehmen kann. Mit diesen Kriterien habe ich mich auch auf die Suche in Onlineportalen und Ausbildungsställen gemacht. Und was oder besser wen haben wir dann zufällig gefunden? Den damals 3 jährigen Belli, der gerade angeritten war. Nicht das, was ich damals gesucht haben, aber dennoch ein Traumpferd. Anstatt von ihm zu lernen, lernen wir jetzt gemeinsam (mit Unterstützung meines Dressurtrainers) das große Dressur 1×1.

Wenn man bereits 7 Pferde gefunden hat, die super zu einem passen, hat man sicherlich einiges an Erfahrung in Sachen Pferdekauf! Hast du Tipps für unsere Abonnenten die sich gerade auf Pferdesuche befinden?


Die Anschaffung eines Pferdes sollte wohl überlegt sein, schließlich ist es auch der Beginn einer Lebensgemeinschaft mit dem Partner Pferd für viele Jahre. Anfangs sollte man sich die Frage stellen, was für ein Pferd man sucht und wie seine eigenen Fähigkeiten und Wünsche sind. Was sind zum Beispiel (sportliche) Ziele, die man mit dem neuen Traumpferd gerne erreichen möchte? Möchte man gerne einen zuverlässigen Partner zum Ausreiten finden? Sucht man einen Lehrmeister? Oder vielleicht ein junges Pferd, das man sich selbst ausbildet?
Was Farbe, Größe, Geschlecht und Abstammung angeht, sollte man sich einen Spielraum einbauen und nicht zu fokussiert nach DEM Traumpferd suchen. Keine Kompromisse hingegen sollte man bei der Gesundheit des potentiellen Traumpferdes machen.
Die Chemie sollte stimmen: Ich finde es wichtig, dass man schon von Anfang an eine Verbindung zu dem Pferd verspürt und der Wohlfühlfaktor im Sattel direkt da ist. Sollte es Zweifel geben, würde ich mir immer Rat bei einer/m Reitlehrer/in des Vertrauens holen, die/der die eigenen Reitfähigkeiten kennt und weiß, was man händeln kann und womit man sich vielleicht vor eine unlösbare Aufgabe stellt. Hier sollte die Vernunft siegen.

Schlussendlich sollte man sich bei der Entscheidung nicht unter Druck setzten lassen und auf sein Herz hören. Schließlich passt zu jedem Topf ein Deckel und so wird auch jedes Pferdemädchen ihr Traumpferd finden. Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Pferdesuche!

Wie sieht dein Alltag mit 7 Pferden aus? Das hört sich nach viel Spaß, aber auch viel Arbeit an!


Alleine ist das neben meinem Job nicht zu schaffen. #teamworkmakesthedreamwork ;-)! Ich bin froh, dass mich meine Trainer, Familie und Freunde mich bei der Versorgung der ganzen Herde unterstützen. An dieser Stelle ein großer Dank und ganz besonders an meine Eltern, die mich finanziell bei meiner Leidenschaft unterstützen! Von meinen 7 Pferden gehen aktiv noch 4 im Sport. Koko Kess und Lady-Bird stehen in Holstein auf der Wiese und werden dort bestens versorgt. Ich reite unter Woche, nach der Arbeit, meist ein bis zwei Pferde. Die anderen werden von meinen Trainern geritten oder longiert. Zwei mal die Woche springe ich und Dressurtraining mit Unterricht steht auch 2 x die Woche auf dem Plan. Für alle Pferde stehen zusätzlich täglich Führmaschine und Weide-/ Paddockgang auf dem Programm. Am Wochenende schaffe ich es meistens alle Pferde zu reiten und lasse mir dann auch gerne mal mehr Zeit fürs Putzen und Versorgen der Pferde. Mein Verlobter ist glücklicherweise auch Pferdebesitzer und bringt somit viel Verständnis für mein zeitintensives Hobby auf. Ride, Eat, Sleep, Repeat. Für mich ein perfekter Tag.

Vielen Dank für das Interview liebe Friederike! Wir wünschen Dir weiterhin ganz viel Spaß & Erfolg mit deinen tollen Vierbeinern und bedanken uns herzlich für das Interview!

  • Wir hoffen euch hat das Interview gefallen! Ihr kennt Friederikes Kanal @horsesenvogue noch nicht? Dann schaut doch mal bei ihr vorbei https://www.instagram.com/horsesenvogue/ !
    Copyright Bilder: Beccs Photoart
Written by: Marcel Kanz on 17. Dezember 2018

Welche Fragen muss ich mir als Käufer stellen?

Die Antwort könnte auch lauten:

1000!

Aber eigentlich geht es objektiv nur um eine Handvoll, die wirklich wichtig sind, und diese möchte ich kurz umreissen. Auf Wunsch kann ich in weiteren Beiträgen auf die Einzelnen eingehen, aber hier gilt es erstmal, diese aufzulisten.

Preis/Budget

 

Natürlich -> Jedem ist klar, dass am Ende einer Pferd-Reiter-Beziehung die laufenden Kosten meist deutlich höher sind als die Anschaffungskosten, aber dennoch haben die meisten Kunden immer ein gewisses Budget für den Pferdekauf. Zu beachten dabei ist, dass man einen kleinen Puffer braucht, da -je nach Verhandlung- auch Kosten für den Tüv, den Transport und das Erst-Equipment anfallen.

Ziele

 

Was will ich?

Wenn ich ein Pferd suche, mit dem ich mal erfolgreich S-Dressur gehen will, muss ich ein Pferd suchen, dass auch die Qualität dafür hat oder zumindest erkennen lässt.

Hier findet sich oft ein direkter Zusammenhang zum Budget. Bleiben wir beim Beispiel S-Dressur: hier geht es oft um viel Geld. Wer nicht den grossen Geldbeutel mitbringt um sich ein fertiges, platziertes und talentiertes 8jähriges S-Pferd zu kaufen, muss sehen, ob er entweder ein günstigeres jüngeres kauft mit dem Potential dazu, dass er dann selbst ausbildet, oder alternativ ein schon älteres, womöglich auch mit gesundheitlichen Einschränkungen, mit denen man aber leben kann.

Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass man seine Ziele für sich selbst realistisch einschätzt und dann ein entsprechendes Anforderungsprofil entwickelt.

Gesundheit

 

Kein Pferd ist perfekt.

Vielleicht erschrecke ich jetzt, aber aus der Erfahrung heraus sage ich, dass ca 3 von 5 Pferden zum Beispiel irgendeinen Chip haben. Jeder will beim Pferdekauf das gesundheitliche Risiko so klein wie möglich halten, aber ausschliessen lässt es sich nicht. Wir reden über Lebewesen! In den allerwenigsten Fällen stört zum Beispiel ein Chip mal, und wenn doch, lässt er sich meist recht gut operativ entfernen!

Oder nehmen wir Rückenbilder: viel mehr Pferde haben Wirbel-Engstände, als früher mal angenommen. Statistisch gesehen ist es damit nichts -wie früher vermutet- „gravierendes“ mehr, sondern eher „Norm„. Hat man beim Probereiten ein gutes Gefühl und ist gewährleistet, dass man korrekt reitet, werden solche Engstände wohl nie auch ein Problem werden. Wichtig ist einfach, dass man mit dem Tierarzt gut kommuniziert. Ein perfektes Pferd gibt es nicht, aber man braucht das Pferd, wo man abschätzen kann, dass die diversen Auffälligkeiten vertretbar sind.

Beim alten Röntgenleitfaden wurde ich bei einer Benotung von 2-3 oft gefragt, warum das Pferd krank sei?! Fakt ist aber, dass ca 75% aller Tüvs 2-3 haben, weil das einfach „normal“ ist. Auch gilt es nicht vergessen, dass sich die Gesamtnote am schlechtesten Bild orientiert!

Wenn alle Röntgenbilder Note 1 haben, aber nur 1 Bild die Note 3 -und das ist noch ein Befund, der wohl nie ein Problem werden wird……dann ist der ganze Tüv nur 3!

Harmonie/Chemie

 

Es muss passen!

Optisch, charakterlich und unter dem Sattel! Ich muss ein Pferd mögen. Wenn ich in den Stall komme, will ich ein Pferd sehen, das mir gefällt. Und ein Pferd, bei dem ich sehe, dass es sich freut, wenn es mich sieht! Und ich muss es reiten mögen, können und wollen! Alles andere macht gar keinen Sinn. Wichtig dabei ist aber, dass nicht immer der Ist-Zustand beim ausprobieren das Entscheidungskriterium sein sollte, sondern das Bauchgefühl kombiniert mit Erfahrung, ob das zu Hause zusammenwachsen und gut werden kann!

Written by: Marcel Kanz on 13. Dezember 2018

Kauf nach dem ersten Termin

Um das Thema zu bearbeiten, müssen wir erstmal die Kunden ausklammern, die geographisch gar nicht in der Lage sind, ein Pferd mehr als einmal Probe zu reiten. Hier rede ich speziell über Kunden aus dem weiteren Ausland wie USA oder Asien. Diese kommen oft nach Europa, haben einen strammen Tour geplanz geplant, so dass sie möglichst viele Pferde in verschiedenen Ställen ausprobieren können. Dann fliegen die meist zurück und entscheiden zu Hause, wer es werden soll. So gut wie noch nie hat jemand hier für einen zweiten Termin nochmal ein Flugzeug bestiegen. Da fällt die Entscheidung immer mit dem einmaligen Termin.

Oftmals werden Pferde auch bei deutschen Kunden nach dem ersten Probe reiten gekauft.

Da spricht grundsätzlich auch nichts dagegen!

Dies ist oft dann der Fall, wenn die Kunden „bessere“ Reiter bzw Profis sind. Da reicht ein erstes Reiten, um sich eine Meinung zu bilden. Aber auch der Amateur findet oft schon beim ersten reiten das optimale Gefühl, der Funke springt über, das Herz ist erobert und er findet genau das Pferd, das er gesucht hat.

Mehrfaches Probe reiten

Reden wir über die Masse der Kunden, also die, die in der Lage sind, mindestens zweimal ein Pferd auszuprobieren.

Da wir einen Verkaufsstall mit immer so zwischen 15 und 20 Verkaufspferden haben, bekommen die meisten Kunden bei uns mehrere Pferde vorgestellt. Wir gehen erst mit den Kunden durch den Stall und schauen, ob ein Pferd evtl. schon optisch oder aufgrund der Grösse ausscheidet. Dann setzen wir die Kunden in die Halle oder an den Platz und stellen ein Pferd nach dem anderen mit unseren Bereitern vor. Kommt ein Pferd nicht in Frage, wird es wieder in den Stall zurückgeschickt.Ist ein Pferd interessant für den Kunden, setzt sich dieser drauf und reitet das Pferd.

Nun liegt es am Kunden, zu entscheiden, ob bei diesen Pferden eines oder gar mehrere in Frage kommen. Dann wird ein zweiter Termin gemacht, der in meinen Augen der viel wichtigere ist. Hier legen wir den Kunden immer nahe, die ausgewählten Kandidaten von Beginn an zu begleiten. Also von dem Moment an, wo das Pferd aus der Box geholt wird, um es zum reiten fertig zu machen. Also genau das, was die Kunden später auch machen müssen, wenn sie ein eigenes Pferd zu Hause haben! Gleiches gilt für das reiten: direkt drauf!

Jetzt sieht das oftmals schon ganz anders aus, als wenn man -wie beim ersten Termin- das Pferd abgeritten bekommen hat. Vom ersten Schritt bis zum Ende soll der Kunde „sein“ Pferd selbst reiten. Es passiert jetzt nicht nur, dass das oft schlechter geht als beim ersten Termin, sondern sehr oft sogar klappt das viel besser! Der Reiter nimmt sich mehr Zeit, er kann sich auf das Pferd einstellen, aber das Pferd kann sich auch auf den Reiter einstellen!

Das muss man nun beobachten. Ich rate den Kunden immer, zu reflektieren, was genau bei diesem zweiten Termin passiert ist. Es muss nicht alles klappen, klappt es zu Hause auch nie. Aber es muss BESSER werden! Reitet ein Kunde ein Verkaufspferd von Anfang an alleine und es ist am Ende des Termins schlechter als zu Beginn, gebe ich selten bis nie eine gute Prognose.

Mir ist es viel lieber, es beginnt gar nicht so gut aber Runde um Runde wird es besser, Reiter und Pferd finden zusammen, man erkennt, dass die sich zusammenraufen, aufeinander einlassen und die Chemie eigentlich stimmt!

Dann ist meine Prognose eigentlich auch immer gut!

Written by: Marcel Kanz on 5. Dezember 2018

Zur „Bekleidung“ eines Pferdes sind sie fast nicht mehr wegzudenken: Bandagen, Gamaschen und Sprungglocken. Nahezu jedes Sportpferd trägt sie, aber auch im Freizeitbereich sieht man sie häufig. Wozu aber dient das „Beinkleid“ bei unseren vierbeinigen Sportpartnern?

Bandagen

Bandagen gibt es in allen Farben und zahlreichen Materialien. Sehr beliebt sind heutzutage die Polarfleecebandagen. Schön kuschelig weich und einfach anzulegen. Außerdem in Farben, die einem manchmal die Tränen in die Augen treiben. 🙂 Man legt sie an zum Training, beim Springen auch im Wettkampf (in der Dressur sind sie in der Prüfung nicht erlaubt) und natürlich in der Siegerehrung. Sieht schick aus! Am besten in weiß und in Kombination mit weißen Sprungglocken, das hat was! Auch bei Showvorführungen, Hengstpräsentationen usw. werden gerne weiße Beinkleider angelegt.

Vorsichtig sein sollte man mit Stretchbandagen. Diese sind sehr elastisch und werden leicht zu fest angelegt. Man sollte diese auch niemals ohne eine polsternde Unterlage verwenden, da man dem Pferd bei unsachgemäßem Anlegen leicht schmerzhafte Druckstellen zufügen kann und sogar Durchblutungsstörungen die Folge sein können. Und die landläufige Ansicht, daß man mit Bandagen die Sehnen stützen kann sollte inzwischen bei jedem als überholt angekommen sein. Bandagen dienen lediglich in geringem Maß zum Schutz vor Anschlagen, dürften aber ansonsten mehr in die Kategorie „Zierrat“ fallen.

Gamaschen

Gamaschen gibt es für vorne und hinten, in Hartschale, Neopren, Kunststoff usw. Mit einfachem oder doppeltem Klettverschluß, mit Steckverschluß oder Riemchen. Auch hier gilt: vor einem Beinbruch oder einer Sehnenverletzung schützen sie nur bedingt. Gamaschen sind allerdings etwas stabiler und dicker als Bandagen und bieten dadurch einen etwas stärkeren Schutz vor äußeren Verletzungen durch Anschlagen, bei Stürzen usw. Auch hier bietet der Markt an Ausführungen alles, was das Reiterherz begehrt. Besonders beliebt bei Dressurreitern sind die Modelle mit Bling-Bling, also mit Straßsteinchen oder Lack! 🙂

Sieht ja auch schön aus! Auch gern genommen werden die mit Fell ausgekleideten Modelle.
Es gibt einfache Modelle, die lediglich das Röhrbein des Pferdes schützen oder sogenannte Fesselkopfgamaschen, die auch den Fesselkopf mit einschließen oder sogar solche, an die eine Hufglocke mit angeschlossen ist, welche vor Ballentritten oder Fesselverletzungen schützen sollen. Diese sind besonders sinnvoll bei Pferden, die auf der Weide oder dem Paddock dazu neigen, die wilde Sau rauszulassen, da sie einen gewissen Schutz gegen Verletzungen durch Anschlagen mit den eigenen Beinen solcher Weideakrobaten bieten.

Stallbandagen oder -gamaschen

Bei Sportpferden ist es eine weit verbreitete Masche, die Pferde auch in der Box mit Bandagen oder Gamaschen zu versehen, die die Beine vor was auch immer schützen sollen. Bei Pferden, die zu starker Gallenbildung neigen, zum Schutz bei bestehenden Verletzungen oder Überbeinen oder bei Pferden, die in der Box viel Rambazamba machen, mag das noch einen gewissen Sinn haben, aber bei einem gesunden Pferd halte ich diese Maßnahme in der Regel für überflüssig.

Transportgamaschen

Wie der Name schon sagt, werden diese angelegt, wenn das Pferd von A nach B transportiert werden muß. Transportgamaschen sind immer eine sinnvolle Maßnahme, wenn ein Pferd fährt (:) ), da es immer mal zu unerwarteten Rumplern durch Bremsen, Kurven o. ä. kommen kann und das Pferd nicht schnell genug reagiert und sich ausbalanciert und sich dadurch an den Hängerwänden oder mit den eigenen Beinen anschlagen kann. Auch junge, noch unerfahrene Pferde kommen schnell mal aus dem Gleichgewicht und hauen sich die Haxen an. Transportgamaschen sind in der Regel sehr groß, gehen also über Sprunggelenk und Huf, werden meist mit Klettverschlüssen fixiert und sich aus stabilem, weichem und gut gepolstertem Material. Auch Hartschalengamaschen gibt es, die sind allerdings sehr steif und ähneln mehr einem Gipsverband als einer Gamasche und sind daher Geschmacksache.

Sprungglocken

Sprungglocken gibt es ebenfalls in verschiedenen Materialien und Ausführungen. Von Neopren über Gummi, mit Klett- oder Steckverschluß. Für Reiter, die auch schon mal im Dunkeln mit ihren Pferden unterwegs sind gibt es Glocken mit Reflektionsstreifen. Es gibt sie in hart oder weich, wasserabweisend, mit Fell und natürlich auch mit Bling-Bling und Lack.
Sie bieten einen bedingten Schutz vor Ballentritten, werden aber auch gerne einfach als schickes Accessoire angelegt.

Es gibt aber auch Pferde, die laufen ihr ganzes langes Pferdeleben lang ohne jeglichen Beinschutz über Stock und Stein und überleben es trotzdem :).

In diesem Sinne – viel Spaß beim Reiten!

Ein Bericht von Birgit Kanz

Written by: Marcel Kanz on 9. Oktober 2018

Ab sofort bietet Find Your Horse für alle, die ihr Pferd oder ihre Pferde verkaufen wollen, einen neuen Service an:

 

Wir stellen für Sie Ihr Pferd bei uns online zum Verkauf!

 

 …..natürlich kostenfrei!

 

 Hierzu gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten:

 

1) Sie liefern uns die Informationen

 

Hier erhalten Sie von uns ein Datenblatt mit allen Angaben, die wir von Ihrem Pferd benötigen.

Dies senden Sie ausgefüllt zu uns zurück. Per E-mail, Fax oder unkompliziert als Screenshot per Whats App. Bestenfalls liefern Sie uns dazu auch aussagekräftige Fotos und einen Youtube-Link, der zu einem Video Ihres Pferdes führt.

Bitte beachten Sie:

– Beim Fotografieren den Fotoapparat bzw das Handy immer quer halten!

– Haben Sie Videodateien, können diese aber nicht bei Youtube hochladen, übernehmen wir das gerne für Sie.

 

2) Ihr Pferd steht schon im Internet.

 

Vielleicht haben Sie Ihr Pferd bereits auf einer anderen Verkaufsplattform im Internet platziert oder Sie besitzen eine Homepage, auf der Ihre Verkaufspferde stehen?!

Dann informieren Sie uns einfach darüber und wir holen uns alle Informationen direkt von dort und stellen Ihr Pferd oder Ihre Pferde auf Find your Horse selbständig für Sie ein.

Wenn Sie unseren Service nutzen möchten, klicken Sie einfach auf untenstehenden Button und kontaktieren Sie uns.

 

Einfacher können Sie Ihr Pferd im Internet nicht zum Verkauf weltweit anbieten!

Direkt zum Einstell-Service:

Written by: Marcel Kanz on 11. September 2018

Fotoshooting für Verkaufspferde –

wie präsentiere ich mein Pferd optimal?

Ob Privatperson oder gewerblicher Anbieter – die richtige Präsentation eines Verkaufspferdes ist elementar für die erfolgreiche Vermarktung.

Um hierzu einige Anregungen zu geben, haben wir gestern auf unserem Instagram Kanal ein Blick „hinter die Kulissen“ gegeben und gezeigt, wie ein Fototermin in unserem Verkaufsstall abläuft -> https://www.instagram.com/findyourhorse/

Wir möchten jedoch die Gelegenheit nutzen, hier auf unserem Blog, noch einmal ausführlicher in die Thematik einzusteigen.

Vorstellung des Pferdes an der Hand

Der Ablauf eines Fototermins ist immer nahezu identisch:

Nachdem alle Pferde geputzt und eingeflochten sind, werden diese an der Hand und unter dem Sattel dem Fotografen vorgestellt.

Natürlich stellt sich die Frage, ob es unbedingt ein professioneller Fotograf sein muss.
Entscheidend ist am Ende natürlich die Qualität der Bilder und die Positionierung des Pferdes.

Wer sich dies zutraut, kann die Erstellung der Bilder natürlich auch selbst übernehmen.

Wichtig:

Die Fotos unbedingt quer machen!

Die Kamera bzw. das Handy also zum Fotografieren quer halten.

Nicht hochkant!

Oftmals ist ein Fotograf aber einfach die schnellere und zuverlässigere Lösung.

Gerade wenn Sie eine Privatperson sind, die ihr Pferd verkaufen möchte, raten wir dazu zumindest eine außenstehende Person zur Auswahl der Bilder hinzuzuziehen.

Denn, was der Pferdebesitzer als „super süß“ oder „sympathisch“ empfindet – einfach, weil es um das eigene Pferd geht – wirkt auf Außenstehende vielleicht ganz und gar nicht überzeugend.

Die Bilder sollten das Exterieur des Pferdes möglichst perfekt einfangen,
gleichzeitig aber auch einen Blick in das Interieur erlauben.

Hierfür sollten auch ausdrucksstarke Portraitfotos erstellt werden.

Portraitfotos

Warum? Ist einmal klar, dass das Pferd aufgrund seines allgemeinen Erscheinungsbildes und den Eckdaten wie Ausbildungsstand, Alter und Größe für den potentiellen Käufer passen könnten, spielen die Emotionen eine entscheidende Rolle.

Ein Blick sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte – und erzeugt eben genau diese Emotionen.

Ein aufmerksamer, wacher und freundlicher Blick ist dabei schon die halbe Miete –
und bei dem ein oder anderen Pferd gar nicht so einfach zu erreichen.

Während für das eine Pferd die Situation des Fotoshootings schon spannend genug ist,
bedarf es bei anderen etwas Hilfe für einen aufmerksamen Blick.

Welche „Hilfsmittel“ haben sich unserer Erfahrung nach bewährt?

Leider gibt es hier keine pauschale Antwort, außer: kreativ sein!

Wer sie noch nicht benutzt, sollte einmal diverse Apps für Tiergeräusche ausprobieren.
Oftmals gibt es hier auch ein Wiehern. Wem dies zu umständlich erscheint, der kann auch einfach nach diesen Geräuschen auf YouTube suchen und diese dann während des Shootings abspielen.

Sollte dies noch nicht zum gewünschten Effekt führen:
Probieren Sie es doch mal mit Hampelmann & Co – und nein, das ist tatsächlich kein Scherz!
(Wie genau dies bei uns aussieht, sehen Sie auf unserem Instagram Kanal findyourhorse)

Bilder unter dem Reiter

Natürlich ist auch bei den Bildern unter dem Reiter auf jedes kleine Detail zu achten.

Ein potentieller Käufer ist oft aufgrund des ersten positiven Eindrucks Ihres Verkaufspferdes an diesem interessiert.

Ebenso schnell werden jedoch auch Argumente gesucht, warum das Pferd vielleicht doch nicht passen könnte.

Behalten Sie diesen Umstand bei der Erstellung der Fotos im Hinterkopf:
Korrekte Anlehnung, Losgelassenheit, Ausdruck aber auch der Sitz und die Einwirkung des Reiters sollten auf den Bildern sehr gut getroffen sein.

Mit hochwertigen Bild – und Videoaufnahmen signalisieren Sie als Verkäufer Professionalität und Seriosität. Es lohnt sich also, für die richtigen Bilder etwas Zeit zu investieren.

Sie haben Fragen zur Erstellung von Bild – und Videomaterial für Ihr Inserat auf Findyourhorse?
Dann schreiben Sie uns einfach eine Nachricht – wir freuen uns, Ihnen weiterhelfen zu dürfen!

Written by: findyourhorse on 7. September 2018

Tipps zum Pferdekauf und Training – auf Instagram und Facebook

Die Pferdesuche stellt viele Reiter vor eine große Herausforderung. Natürlich ist schnell klar, ob es sich um ein Dressur- , Freizeit- , oder Springpferd handeln soll.

Doch wie erkenne ich, dass es das richtige Pferde für mich ist?

Welche Fragen sollte ich einem Verkäufer stellen?

Wie oft sollte ich ein Pferd probereiten?

Wie beurteile ich ein Pferd?

Diese und viele weitere Fragen, sind jedem Reiter bekannt, der schon einmal auf Pferdesuche war oder es gerade ist. Damit es für dich nun super einfach ist, dein Traumpferd zu finden, bietet Findyourhorse nicht nur täglich neue Inserate, sondern auch eine ganze Reihe an Tipps & Tricks zum Pferdekauf – und zwar in den sozialen Medien.

Auf Instagram und Facebook findet ihr regelmäßig Beiträge zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Pferdekauf und Ausbildung von Pferd & Reiter. So möchten wir unsere jahrzentelange Erfahrung durch unser Gestüt Rosenhof weitergeben und unserem Anspruch an einen hohen Service für Findyourhorse gerecht werden.

Damit ihr keinen unserer Beiträge verpasst, folgt doch einfach kostenlos unseren Kanälen auf Instagram

und Facebook .

Beide findet ihr auch über die Suchfunktion unter „findyourhorse“.

Written by: findyourhorse on 6. August 2018

Ja, ich will!…..oder besser doch nicht?

Warum hinterfragen Käufer manchmal in der letzten Sekunde ihre bereits getroffene Kaufentscheidung?

Im wahren Leben: Ein Pferd wurde mehrfach ausprobiert. Mit jeder Minute wuchs die Überzeugung, daß dieses Pferd der neue vierbeinige Partner werden wird. Man ist sich sicher! Man will dieses Pferd! Und doch ziehen Käufer am Ende (unabhängig vom Tüv) ihre Entscheidung zurück und kaufen nicht.

Warum ist das so und was passiert hier? Wir beobachten das schon sehr lange und immer wieder. Es entwickelt sich ein Prozess, der den Käufer immer näher an eine verbindliche Kaufzusage heranführt, der sich dann – ganz kurz vor Abschluß – wieder in die andere Richtung entwickelt. Plötzlich entsteht Unsicherheit. Man möchte „ganz sicher“ sein. Und während man bis zu diesem Punkt meist nach Gründen suchte, warum es DIESES Pferd sein muss, beginnt man nun nach Gründen zu suchen, warum es dieses Pferd NICHT sein soll. Während der Kunde anfangs alle Gründe suchte, die FÜR das Pferd und einen Kauf sprechen, sucht er vor der Entscheidung Gründe, die GEGEN einen Kauf sprechen. Und da es generell leichter ist, Gründe zu finden, die gegen einen Kauf als für einen Kauf sprechen, treffen wir oft auf das Phänomen, dass Pferd und Käufer nicht zusammen kommen, obwohl alle außenstehenden Beteiligten überzeugt sind, dass es die passende Kombination wäre.

Gründe, ein Pferd nicht zu kaufen, gibt es viele. Z.B. der finanzielle Aspekt, gesundheitliche Einschränkungen, die Furcht, ob es reiterlich wirklich passt. Sehen wir uns diese einzelnen Punkte einmal genauer an:

der finanzielle Aspekt: bei Pferden im höherwertigen Bereich trifft man diese „Problematik“ eher nicht an. Die findet eher dort statt, wo der Käufer sich die Kaufsumme mühsam erarbeiten und ersparen musste. Das ist ein Nährboden für die sich immer weiter steigernde Furcht, das mühsam gesammelte Geld jetzt falsch zu investieren.

gesundheitliche Einschränkungen: kein Lebewesen ist perfekt. Auch kein Pferd. Bei jeder tierärztlichen Untersuchung muss über diverse Dinge mit dem Tierarzt gesprochen und abgewogen werden. Hat z.B. ein Pferd einen Befund, der gemäß altem Röntgenleitfaden mit der Note 2- eingestuft wird, so kann man dies aus zwei Perspektiven betrachten: man hat das Risiko, daß das Pferd mit 5-10 %iger Wahrscheinlichkeit einmal aufgrund dieses Befundes lahm gehen wird. Oder: man hat eine 90-95%ige Chance, daß dieser Befund nie zu einem Problem werden wird, und wenn doch, dann kann man es medizinisch managen. Wer Furcht hat, einen Fehler zu machen, wird sich an erster Denkweise orientieren.

passt es reiterlich: Wir sagen immer: wir können nur das Pferd verkaufen. Das Zusammenwachsen findet zu Hause statt. Ein Kunde kann beim Ausprobieren nur zu einer Einschätzung kommen, ob aus Pferd und Reiter mal ein Team und ein Paar werden wird. Auch hier kann man mit zwei Denkweisen arbeiten:

a) es wurde beim Probereiten von Runde zu Runde besser und beim zweiten Mal war es schon richtig gut.

b) ja…es hat funktioniert, aber gerade beim ersten Mal gab es zu Beginn Abstimmungsprobleme. Wer Furcht hat, eine falsche Entscheidung zu treffen, wird sich an b) klammern.

Kurzum: es findet ein Prozess im Kopf statt, den wir oft beobachten können. Bis hin zur Kaufentscheidung ist der Kunde optimistisch und auf der Suche nach Gründen, nun endlich seinen vierbeinigen Partner genau in diesem Pferd zu finden. Und wenn dann die Kaufentscheidung näher rückt, kippt die Sichtweise der Kriterien plötzlich und die Frage, ob man jetzt nicht einen Fehler macht, wird so intensiv verfolgt und hinterfragt, bis die Unsicherheit derart groß wird, daß man plötzlich doch noch Abstand vom Kauf nimmt. Manchmal wird dies begründet mit der Aussage „Ich bin mir nicht zu 100% sicher“. Davon abgesehen, daß der Käufer dies bis kurz zuvor vermeintlich noch war, stellt sich die Frage, wie man bei einem Pferdekauf auch nur ansatzweise 100% sicher sein kann? Ein Pferdekauf ist immer eine Abwägung aller Argumente die dafür und dagegen sprechen. Aber egal welches Argument man anführt, es prallt ab, der Kunde lässt sich nicht mehr umstimmen. 

Damit ist im Ergebnis ein Pferdekauf, bei dem alle Außenstehenden aber insbesondere der Käufer überzeugt sind, daß es nach Abwägung aller Argumente eine richtige Entscheidung wäre, exakt dieses Pferd zu kaufen, geplatzt. 

Was kann man Käufer oder Verkäufer empfehlen, um dies zu verhindern?

Der Verkäufer hat hier sehr viele Argumenete. Aber er hat kaum Chancen einzuwirken, wenn dieser Umkehrprozess erst einmal begonnen hat. Alles, was er versuchen wird, erhöht den Eindruck, ihm ginge es nur um das Geschäft und verstärkt eher das Misstrauen beim Käufer, zumindest aber das Gefühl, daß einem etwas „aufgeschwätzt“ wird. Jedes Argument kann hier als Bedrängen interpretiert werden und lässt den Abstand des Käufers nur wachsen. Die Argumente mögen inhaltlich alle zutreffen, sie werden aber eher das Gegenteil bewirken.

Dem Käufer kann man nur raten, sein Verhalten zu reflektieren. Ein Pferdekauf ist niemals eine Sache, bei der man sich 100% sicher sein kann und bei der man 100%ige Sicherheit erhält. Man muss irgendwann eine Entscheidung treffen, und die muss nicht zwingend im Kopf stattfinden, sondern darf hier auf jeden Fall nach Abwägung aller sachlichen Argumente aus dem Bauch heraus getroffen werden. Man muss nur einmal darüber nachdenken, welche Hochs und Tiefs man mit den eigenen Pferden in der Vergangenheit hatte. Im Rückblick lächelt man meist darüber und ist sich bewusst, daß dies eben dazu gehört. Diese Einstellung sollte man sich auch im Kaufprozess vor Augen führen und sich darüber im Klaren sein, daß ein leichtes Missverständnis beim Probe reiten nicht ein Hinweis darauf ist, daß dies defintiv das falsche Pferd sein muss. Ebenso muss man sich darüber im Klaren sein, daß man oft eigene Pferde mit diversen medizinischen Problemen hatte, die oftmals nie mittel- oder langfristig ein Problem dargestellt haben, während man beim Kauf des neuen Partners immens hohe Ansprüche an eine gesundheitliche Beschaffenheit stellt, die nahe am Perfektionismus liegen muss, die die Natur als solche gar nicht vorgesehen hat und die sich in der Realität auch nicht vorfinden lässt. Oftmals hilft es, das Ganze mit einer fachkundigen Person zu besprechen, der man vertraut. Und hier noch ein Tipp: Eine Person reicht! Bei zweien wird es leicht kompliziert, ab drei sehr kompliziert und ab „mehr“ beginnt das Chaos!

So wünschen wir abschließend allen Pferdekäufern, daß sie IHR richtiges Pferd und den neuen vierbeinigen Lebenspartner finden. Und wenn er da steht….dann greift zu und macht euch nicht verrückt! 

Written by: findyourhorse on 12. Juni 2018

Vorwort

Jenny Smn ist vielen bekannt als Youtube-Bloggerin. Begonnen hat sie ihre youtube-Karriere mit Beiträgen  über ihr Pferd Mambo. Inzwischen gibt es nicht nur um die 80.000 Abonnenten, sondern sie gibt auch zahlreiche Autogrammstunden und es gibt ein Buch über sie. 

Nach einer Tragödie, die man auf ihrem Kanal nachverfolgen kann, war Jenny auf der Suche nach einem neuen Pferd und so kam der Kontakt mit dem Gestüt Rosenhof zustande. Hinter dem Gestüt Rosenhof steht bekanntlich der Macher von Find your Horse Marcel Kanz.

Das erste Treffen – die Pferde kennenlernen

Auf dem Gestüt Rosenhof wurden ihr diverse Pferde vorgestellt. Beim Probereiten hat sich Jenny sofort in Dream Boy verliebt. So hiess Catchy damals noch. Unser Fazit: die Harmonie hat auf jeden Fall gestimmt. Und bei Jenny sprang direkt der Funke über und eine Verbindung mit Dream Boy/Catchy war hergestellt. Deswegen hat es uns auch nicht gewundert, dass Jenny noch ein zweites Mal gekommen ist…

Das zweite Treffen – den Kaufvertrag unterschreiben

Bei Jennys zweitem Besuch auf unserem Gestüt hat sie sich dann ganz offiziell für ihn entschieden. Ihr neues Pferd, das nun „Catchy“ heißt, muss jetzt von Jenny weiter ausgebildet werden. Aber sie selbst sagt, genau so wollte sie es haben – sie ist jemand, der Herausforderungen braucht und die hat sie nun mit Catchy bekommen. Nach dem unterschriebenen Kaufvertrag stand einer Abholung dann nichts mehr im Wege…

Das dritte Treffen – Catchy abholen

Wir haben uns sehr gefreut, Jenny ihr neues Pferd zu vermitteln. Als sie dann schließlich kurze Zeit nach dem Abschluss des Kaufvertrags wieder zu uns kam, konnte sie Catchy schon mitnehmen. Vor ihr liegt jetzt eine aufregende Zeit mit ihrem Catchy, in der sie uns auch nochmal besuchen möchte. Wir freuen uns schon jetzt auf die beiden!

Seht euch das Video an, in dem Jenny Smn vom Kauf ihres Pferdes bei uns berichtet. Den gesamten Youtube-Kanal wie auch die dazugehörigen Social-Media-Seiten können wir Allen ans Herz legen!

Den Youtube-Kanal findet man hier:

https://www.youtube.com/user/jembosvlog