Schließen
Kostenfreie Anzeige selbst schalten Wir schalten Ihre Anzeige
Written by: Marcel Kanz on 19. April 2019

??GEWINNSPIEL ??|

Findyourhorse wird bald 1 Jahr alt.??

Wir dachten uns – warum machen wir da kurz davor nicht ein richtig gutes Gewinnspiel?
Und wir denken, wir haben einen Preis gefunden, der mehr als nur attraktiv ist. ????
_______________________________________
DER GEWINN:
Zu gewinnen gibt es Dank einer Kooperation mit @schockemoehle_sports die anatomische Spezialtrense „Equitus Alpha“. Diese Trense ist aus gutem Grund so hochwertig, denn sie setzt anhand ihrer Entwicklung neue Masstäbe im Reitsport und ist der Anatomie und den Bedürfnissen des Pferdes nahezu perfekt angepasst.??.
Im Mittelpunkt des Konzepts steht der sensible Kopf. Hier entsteht Dank der völlig neuartigen Linienführung das Höchstmass an Tragekomfort für das Pferd. _______________________________________
TEILNAHMEBEDINGUNGEN:
1.Folgt uns auf Instagram (@findyourhorse)
2.Folgt @schockemoehle_sports auf Instagram
3.Gebt Findyourhorse auf Facebook ein „Gefällt mir“
4.Markiert 3 Freunde, die Findyourhorse noch nicht kennen??????
➡️ Für ein Extra-Los teilt das Gewinnspiel in eurer Story und markiert uns ??
_______________________________________
FERTIG – IHR SEID DABEI!
WIR DRÜCKEN EUCH DIE DAUMEN!??
_______________________________________
Das Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Instagram und Facebook. Keine Barauszahlung des Gewinns. Das Gewinnspiel läuft bis zum 29.04.2019
Der Gewinner wird in der Story erwähnt und per DM kontaktiert.

Written by: Marcel Kanz on 20. März 2019

Ihr sucht verzweifelt die Anmeldefunktion für unseren Email-Newsletter? Könnt Ihr lange suchen! Das war gestern. Und ist langweilig.

Wir arbeiten stattdessen mit WhatsApp für unseren Newsletter!

Ihr erhaltet alle Newsletter jederzeit, an jedem Ort und sofort aufs Handy!

Seit dabei, wenn wir 1-3 mal im Monat (mehr nicht, keine Sorge) Newsletter per WhatsApp verschicken.

Dort findet Ihr immer Hinweise mit direktem Link zu neuen

-> Blog-Beiträgen unserer Experten, dazu

-> Tipps zum Pferdekauf und Pferdeverkauf und natürlich

-> ausgewählte Verkaufspferde.

Zuletzt gab es sogar ein

-> Gewinnspiel, das nur über den WhatsApp Newsletter lief mit hochattraktiven Preisen.

Also seid auch Ihr dabei, meldet Euch an und profitiert von den Vorteilen.

Wie es geht? So–> Anmeldung WA-Newsletter  

Wir freuen uns, auch Euch in der schnell wachsenden WhatsApp-Community begrüssen zu dürfen!

Written by: Marcel Kanz on 5. März 2019

Gleich vorneweg: dies wird keine wissenschaftliche Abhandlung über Inhaltsstoffe, Energiewerte oder sonstige klugen Erkenntnisse über verschiedene Futtermittel. Nein, es ist einfach ein Bericht aus meiner über 25jährigen Erfahrung in der Pferdehaltung und -fütterung.

Das A und O -> Heu

Das wichtigste und absolut unersetzliche Futter für Pferde ist Heu! Da führt kein Weg dran vorbei. Es gibt absolut nichts, was eine ausreichende Fütterung mit gutem Heu ersetzt.

Da Pferde von Natur aus Dauerfresser sind sollte Heu von bester Qualität im Idealfall immer zur Verfügung stehen, aber mindestens 10 bis 12 kg pro Tag und Pferd sind ein Muß. Die früher gebräuchliche Formel von 1 kg Heu pro 100 kg Lebendgewicht sollte inzwischen überholt sein. Das würde für ein normal schweres Warmblut zwischen 6 und 7 kg Heu pro Tag bedeuten. Da atmet der Zosse einmal tief ein und es ist weg! Pferde, die zur Rundlichkeit neigen können ihre Heuration auch in einem mittel-kleinmaschigen Heunetz erhalten, dann haben sie länger zu tun und man kann die Ration etwas kürzen. Wichtig ist, daß die Pferde lange Zeit fressen können und keine längeren Fresspausen entstehen. Die Magensäure wird durch den beim Kauen entstehenden Speichel gepuffert, was überaus wichtig für die Vermeidung von Magenproblemen ist. Sehr viele Pferde, vor allem unter Streß stehende Sportpferde, leiden heute unter säurebedingten Magenproblemen, bis hin zum schmerzhaften Magengeschwür. Der Markt bietet inzwischen alle erdenklichen Zusatzfuttermittel, die diesem Problem Rechnung tragen, aber das wichtigste „Gegenmittel“ überhaupt ist einfach eine ausreichende Fütterung mit gutem Heu!

Hafer

Er ist besser als sein Ruf! Leider sitzt es in vielen Köpfen immer noch fest, daß Hafer „sticht“! Halte ich persönlich für Quatsch. Hafer hat nicht mehr Energie als vergleichbare Getreide oder das ach so beliebte Müsli. Und er hat auch sonst keine unheimlichen Inhaltsstoffe, die im Kopf des Pferdes die Synapsen knallen lassen. Dafür enthält er wertvolle Vitamine und Schleimstoffe. Es kommt wie bei allem auf die Menge an. Wenn ich einem Pferd, das nicht viel arbeitet und zur Fröhlichkeit neigt pro Mahlzeit einen 5-Liter-Eimer Hafer in die Krippe schütte wird dieser sicher irgendwann seine Wirkung entfalten. Das macht ein anderes energiereiches Kraftfutter in der gleichen Menge aber auch. Ich habe noch nie ein Pferd gehabt, das wirklich erkennbar auf Hafer reagiert hat. Aber, wie gesagt, das ist meine persönliche Erfahrung. Ich kenne viele Leute, die mir vehement das Gegenteil erklären. Einen wissenschaftlichen Beweis für den crazy machenden Hafer gibt es aber meines Wissens nach auch nicht. 

Pellets

Diese gibt es in zahlreichen Ausführungen. Das Problem ist: sie sehen im Wesentlichen alle gleich aus. Pellets halt! Was drin ist kann man nur nach ausführlichem Studium der Beipackzettel herausfinden und selbst dann ist man nicht wirklich schlauer, wenn man keine fundamentalen Kenntnisse von Nährwerten besitzt. Worauf man aber unbedingt achten sollte ist, daß kein Weizen (Weizenkleie ist ok) darin enthalten ist. Es gibt, oder gab es zumindest mal, Hersteller, die gerne noch den billigen Weizen in ihren Pellets verarbeiten, was fatale Folgen haben kann. Weizen hat einen sehr hohen Kleberanteil, der für die Verdauung des Pferdes völlig ungeeignet ist und ein hohes Kolikrisiko beihaltet. Wir selbst hatten vor Jahren mal eine regelrechte Kolikserie im Stall, die einfach nicht erklärbar schien. Bis ich mir die Inhaltsstoffe unserer damaligen Pellets genau angeschaut habe und mit Entsetzen feststellen musste, daß darin nicht nur Weizen, sondern sogar speziell Weizenkleber enthalten war. Nach Wechsel zu einem anderen Futter waren auf geheimnisvolle Weise auch die Koliken wieder verschwunden. Gute Pelletfutter haben aber auch Vorteile. Sie bieten ausreichend Energie und enthalten in der Regel alles, was das Pferd braucht, incl. Vitaminen, Ölen usw., sind also als Alleinfuttermittel (bezieht sich nur aufs Kraftfutter, die Heufütterung ist davon nicht betroffen) durchaus geeignet. Man kann sie auch gut dosieren, d. h. ein zu Speckröllchen neigendes Pferd bekommt einfach eine Schippe weniger, als eines, das zu eingefallenen Wangen neigt! 🙂 Pellets werden in der Regel auch gut gefressen, selbst mäkelige Pferde verputzen sie rückstandslos.

Müsli

Ja, das liebe Müsli! Vor allem bei Reitern sehr beliebt. Sieht lecker aus, oft schön bunt, weil getrocknete Möhren und sonstiges Gemüse mit drin ist und man hat das Gefühl, daß man seinem Pferd was bietet. Letzen Endes ist aber genau das Gleiche drin, wie in den Pellets, nur daß es in diesen geschreddert und gepreßt ist und im Müsli noch mehr oder weniger naturbelassen. Dem Pferd ist es wurschtegal. Bei Pferden „isst das Auge (nicht) mit“! Aber die Reiter lieben es und fühlen sich berufen, ihren Pferden was Gutes zu tun, indem sie ihm Cerialien zufüttern.

Lassen wir sie halt! 🙂

Mash

Mash ist ebenfalls – vor allem bei den Reitern – sehr beliebt. Hat aber auch wirklich gute Seiten. Wir füttern auch Mash. Besteht im Wesentlichen aus Hafer, Weizenkleie und Leinsamen und ist gut für die Verdauung. Sagt man! Stimmt aber auch! Leinsamen hat viele Schleimstoffe, die die Verdauung unterstützen. Kleie hat ebenfalls eine verdauungsfördernde Wirkung und insgesamt mögen Pferde die lauwarme Pampe. Man kann auch wunderbar nicht so leckere Sachen wie Medikamente darin verstecken, die die Pferde aus dem normalen Krippenfutter empört aussortieren.

Rübenschnitzel

Haben eine diätetische Wirkung (kompliziertes Wort). Liefern Energie, da zuckerreich, sind eiweißarm und ballaststoffreich und haben eine leicht abführende Wirkung, was sie besonders geeignet für zu Koliken neigenden Pferden macht. Man sollte möglichst unmelassierte Schnitzel füttern, da die melassierten einen sehr hohen Zuckergehalt aufweisen. Sie eignen sich zur Aufwertung der Heu-Hafer-Ration, vor allem bei schwerfuttrigen oder alten Pferden. WICHTIG! Niemals uneingeweicht füttern!!! Führt zu schrecklichen Schlundverstopfungen. Immer lange genug einweichen, bis sie komplett zerfallen sind, sonst kann das ein böses Ende nehmen.

Möhren und Äpfel

Karotten sind eine bei Pferden sehr beliebte und leckere Aufwertung der Krippenration und können gerne täglich zugefüttert werden. Bis zu 1 kg pro Pferd und Tag sollte unproblematisch sein. Um die in den Möhren enthaltenen fettlöslichen Vitamine verwerten zu können braucht es allerdings Fett, welches man z. B. in Form von einem Schuß Leinöl über dem Futter zufügen kann. Das macht nebenbei auch noch ein schön glänzendes Fell und führt zusätzlich Energie zu.  Bei Äpfeln sollte man etwas geiziger sein. In größeren Mengen können sie zu Durchfall und Verdauungsstörungen führen. Für beide Futtermittel gilt: Vorsicht bei Pferden mit Stoffwechselstörungen wie Cushing, Hufrehe oder sonstigem!

Zu guter Letzt:

Die Menge?

Die Frage nach der zu fütternden Menge an Kraftfutter läßt sich nicht pauschal beantworten.

Ein Sportpferd, das täglich intensiv gearbeitet wird braucht bei gleicher Größe und Gewicht sicherlich mehr Kraftfutter als ein Freizeitpferd, das nur leicht oder unregelmäßig gearbeitet wird. Auch die sogenannten Robustrassen benötigen in der Regel kein oder nur sehr wenig zusätzliches Kraftfutter, da sie meist bessere Futterverwerter sind als Voll- oder Warmblüter und ihre notwendige Energie bereits aus dem Raufutter decken können. Für Pferde mit Stoffwechselstörungen ist Kraftfutter in der Regel tabu, ebenso für die meisten Ponyrassen. Ein weiterer Aspekt ist die Art, wie jedes Pferd individuell angelegt ist. Ist es leichtfuttrig und wird schon mollig, wenn es nur ein paar Körnchen Hafer bekommt oder sieht es aus wie ein Hungerhaken trotz eimerweiser Zufütterung? Hier gilt: „das Auge füttert mit“!

Ich habe es immer mit der Formel gehalten: so viel wie nötig, so wenig wie möglich! Vorrangig in der Fütterung ist IMMER die ausreichende Versorgung mit gutem Heu!

So, mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein. Guten Appetit!

Ein Beitrag von Birgit Kanz

Written by: Marcel Kanz on 27. Februar 2019


Genießt ihr gerade das Wetter genauso wie wir???
Wir dachten uns – warum nicht für noch mehr gute Laune sorgen indem wir das nächste Gewinnspiel für euch starten?????

DER GEWINN: 
Zu gewinnen gibt es ein hochwertiges Bürstenset von Fritz&Frodewin bestehend aus einer Schmutzbürste und einer Ziegenhaar-Gesichtsbürste.♥️
Fritz & Frodewin stellt Premium Pferdebürsten her, die zu 100% in Deutschland produziert werden. Außerdem sind sie super schick und erzielen unvergleichliche Ergebnisse??. 
www.fritzundfrodewin.de

An dem Gewinnspiel könnt Ihr sowohl über Facebook -> Link anklicken

https://www.facebook.com/findyourhorse.de/

wie auch über unseren Instagram-Kanal treilnehmen -> Bild anklicken

Viel Erfolg allen Teilnehmern!

Written by: Marcel Kanz on 18. Februar 2019

Unsere Community ist in den vergangenen Monaten wahnsinnig gewachsen und immer mehr Menschen suchen & finden ihr Traumpferd auf Findyourhorse?♥️??. Zudem nutzen auch bereits zahlreiche Verkäufer unser Portal & unseren Service, wenn es darum geht, ein tolles neues Zuhause für ihre ??? zu finden. ?
Dafür möchten wir uns bei euch mit diesem Gewinnspiel bedanken??♥️?!

❗❗Das Gewinnspiel läuft über unseren Instagram-Channel und ist hier zu finden: ➡https://www.instagram.com/p/Bt8_uUlBEM2/❗❗
_______________________________________
DER GEWINN: Zu gewinnen gibt es ein wunderschönes, hochwertiges Lederhalfter in cognac, Größe WB. ??
_______________________________________
Wie könnt ihr mitmachen?
1.Folgt uns (@findyourhorse)
2.Gebt diesem Beitrag auf Instagram einen „Like“♥️
3.Kommentiert dort, welche drei Freunde sich mal die neusten ??? auf findyourhorse.de anschauen sollten ??‍♀️??‍♂️??‍♀️
_______________________________________
Fertig ?➡️ ihr seid dabei!
_______________________________________
Der Fairness wegen:
Wer spamt wird vom Gewinnspiel ausgeschlossen, genau so wie diejenigen die Unternehmensseiten & Marken verlinken!
_______________________________________

Wir wünschen euch viel Glück!??? Das Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Instagram. Keine Barauszahlung des Gewinns. Das Gewinnspiel läuft bis zum 24.02.2019.
Der Gewinner wird in der Story erwähnt und per DM kontaktiert.

Written by: Marcel Kanz on 24. Januar 2019

Jeder Reiter, sofern er sein Pferd nicht vorher verkauft,  steht irgendwann vor dem Punkt der „Rentenfrage„. Sei es aus Altersgründen oder auch, weil das Pferd aufgrund einer Verletzung oder Krankheit nicht mehr reitbar ist. Während es früher weitestgehend üblich war solche Pferde zum Metzger zu bringen, ermöglichen es heutzutage doch immer mehr Menschen ihrem vierbeinigen Freund, die letzten Lebensjahre an einem schönen Altersruhesitz zu verbringen. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, daß es heute weitaus mehr Betriebe gibt, die solche sogenannten Gnadenbrotplätze anbieten.

Hat man sich entschieden, daß nun der Tag X gekommen ist, hat man als Pferdebesitzer jedoch eine große Verantwortung bezüglich des Wie und Wo. Denn nicht jeder Gnadenhof ist wirklich eine Gnade für ein altes Pferd. Es ist auf keinen Fall damit getan, sein Pferd einfach in eine Herde auf eine Wiese zu stellen, sich dort weitestgehend selbst zu überlassen und zu glauben, nun habe man seine Pflicht getan und das Pferd müsse nun ein glücklicher Rentner werden.

Was wird neu?

Weit gefehlt: ein Pferd, das sein Leben lang weitestgehend im Stall verbracht hat, stundenweisen Auslauf genießen durfte, geritten, gefüttert und verhätschelt wurde, kann man nicht einfach von heute auf morgen auswildern. Das Pferd muß Zeit haben, sich an die oft völlig anderen Lebensumstände zu gewöhnen. Gerade solche Pferde, die den Großteil ihres Lebens in einer Einzelbox verbracht haben und auch auf der Weide vielleicht nie in einer Gruppe waren, müssen sich erst an das Leben in einer Herde mit ihren Rangordnungen und sozialen Strukturen gewöhnen und lernen, ihren unmittelbaren Lebensraum mit Artgenossen zu teilen.

Futterumstellung

Auch kann man ein Pferd, das immer mit Heu und Kraftfutter gefüttert wurde, nicht einfach auf die Wiese stellen und glauben, daß es nun nur noch von Gras leben kann. Auch diese Umstellung braucht Zeit, sonst sieht der „glückliche Rentner“ nach kurzer Zeit aus, als wäre er von einer Tierschutzorganisation gerettet worden. Es ist daher von großer Wichtigkeit, daß diese Ernährungsumstellung schrittweise vor sich geht. Das Pferd sollte in der ersten Zeit der Umstellung noch zugefüttert werden, vor allem mit gutem Heu, damit es sich langsam an die vollständige Ernährung mit Gras gewöhnen kann. Ideal ist, wenn man auf der Wiese eine Raufe zur Verfügung hat, die ständig die Möglichkeit zur Heuaufnahme anbietet. Dann können die Pferde sich selbst nach und nach entwöhnen und fallen nicht so zusammen, als wenn man sie direkt komplett auf Gras umstellt.

Haltung

Auch ein Unterstand oder eine natürliche Unterstellmöglichkeit in Form von großen Bäumen oder dichten Sträuchern ist von großer Wichtigkeit. Stallpferde sind selten an widrige Wetterbedingungen gewöhnt. Auch im Sommer kann es langanhaltende, kühle Regentage geben und ein „Neurentner“, der bei solchem Wetter bisher wohlbehalten in seiner trockenen Box stand, kommt schon mal ganz schön ins Frieren, wenn er plötzlich tagelang durchnäßt auf der Wiese rumsteht.

Zeitpunkt

Auch der richtige Zeitpunkt der Umstellung ist von großer Bedeutung. Einem Stallpferd, das bisher im Winter im kuscheligen Stall mit warmer Decke stand tut man keinen Gefallen, wenn man es im Herbst nackt in einen Offenstall mit anderen Pferden stellt. Möglicherweise ist der gute Zosse noch rangniedrig und darf die erste Zeit nicht rein und auch nicht ans Futter und steht dann frierend und hungrig draußen in der Kälte und Nässe. Er würde seine neugewonnene Freitheit dann wohl eher als Strafe sehen.

Wir z. B. stellen unsere „Neurentner“ im April für ca. 1 Monat tagsüber in einen Offenstall mit einem anderen Pferd aus der künftigen Gruppe  bei weiterer Zufütterung von Heu und Mineralfutter sowie stundenweisem Weidegang, der allmählich gesteigert wird. Ab Mai – bei gutem Wetter – geht die ganze Mannschaft dann auf die Sommerweide mit der Möglichkeit sich unterzustellen und zunächst noch mit Zufütterung von Heu. Die Pferde haben dann den ganzen Sommer über bei viel Platz die Möglichkeit sich kennenzulernen, ihre Rangordnung auszufechten und ihren Thermohaushalt auf Außentemperatur einzustellen. Wenn sie dann im Herbst umziehen ins Winterquartier bilden sich in der Regel ganz von selbst Paare, die zusammenstehen und -fressen und es gibt keine Probleme im engeren Bereich des Offenstalls. Auch bildet sich dann meist schon im ersten Winter ein schöner dicker Winterpelz. Wir hatten schon Exemplare, die mehr einem Grizzly ähnelten als einem Pferd – im Westerwald ist es halt kalt! 🙂

Versorgung

Selbstverständlich sollte auch sein, daß dem alten Kumpel weiterhin sämtliche Zusatzversorgungen, wie Impfungen, Wurmkuren, Schmiedbesuche und – ganz wichtig – regelmäßige Zahnkontrollen zuteil werden. Gerade alte Pferde haben häufig Probleme mit den Zähnen und können dann nicht mehr richtig kauen, was die Futteraufnahme und -verwertung erheblich erschwert. Daher ist es sehr wichtig, regelmäßig überprüfen zu lassen, ob Zähne wackeln oder scharfe Kanten haben, damit das Rentnerdasein nicht zu einer schmerzhaften Angelegenheit wird.

Die letzte Reise

Und irgendwann kommt dann der Tag, an dem es für jeden Rentner Zeit ist die letzte Reise auf die große Weide anzutreten. Auch das gehört dazu und kein Pferdebesitzer sollte sich davor drücken, seinem Pferd an diesem Tag beizustehen. Diese Entscheidung zu treffen ist nicht leicht und jeder scheut sich naturgemäß davor. Aber sie sollte mit bestem Wissen und Gewissen im Sinne des Pferdes getroffen werden. Ein verantwortungsbewußter Stallbetreiber wird die ihm anvertrauten Pferde ohnehin genau beobachten und erkennen, wann es für ein Pferd soweit ist und dies dem Pferdebesitzer mitteilen. Bei meinem „ersten Mal“ habe ich zu lange mit der Entscheidung gewartet, weil ich es nicht ertragen konnte, mein Pferd zu verlieren und habe ihm dadurch unnötige Leidenszeit aufgebürdet. Es ist nicht leicht, hier den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und erfordert viel Erfahrung. Im Zweifelsfall sollte man einen Tierarzt zu Rate ziehen, der dann entscheidet, ob das Pferd besser erlöst werden sollte.

Über die „Methode“ des Abschieds gibt es ebenfalls unterschiedliche Ansichten. Es kursieren schreckliche Schauergeschichten über den Todeskampf beim Einschläfern bis hin zum wieder Wachwerden usw. Kann ich alles nicht bestätigen. Wenn ein Tierarzt sein Handwerk versteht ist dies eine Sekundensache. Unsere Pferde verlassen den Hof nicht lebend, um zu einem Schlachter gebracht zu werden. Dies wäre mit unnötigem Streß und Angst verbunden, häufig sind sie seit Jahren nicht mehr gefahren. Sie sterben auf ihrer Weide, in der Nähe ihrer Kumpels und mit einer Schüssel Hafer vor der Nase. Ich habe schon viele Pferde auf ihrem letzten Weg begleitet, Eigene und Fremde, und es ist nie leicht. Aber es war auch nie „schlimm“ für das Pferd im Sinne von Schmerzen oder Todeskampf.

Aber erstmal hoffen wir doch, daß unsere Oldies noch ein schönes, langes und gesundes Rentnerleben genießen dürfen. Alte Pferde haben einen ganz besonderen Charme. Mit den Jahren stellt sich eine gewisse Alterssturheit ein, so als stünden sie über allem drüber, was sie auf eine ganz eigene Art liebenswert macht. Probiert es aus.

Es lohnt sich!

Written by: Marcel Kanz on 17. Januar 2019

Wir haben ein grösseres Upgrade abgeschlossen.

Neben zahlreichen optisch und grafischen Neuerungen war insbesondere die Kontaktfunktion und deren Bedienungsfreundlichkeit im Focus.

Bislang war es für Interessent und Verkäufer von Verkaufspferden nur möglich, Nachrichten auszutauschen, indem man sich einloggt und im internen Nachrichtensystem des Portals Kontakt aufnimmt und Nachrichten austauscht.

Aus Gründen der Sicherheit und der besseren Struktur empfehlen wir das weiterhin.

Dennoch ist es ab jetzt für Interessenten möglich, über den Button “ Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen“ direkt –ohne sich einzuloggen oder gar sich erst zu registrieren– mit dem Verkäufer in Kontakt zu treten.

Wir hoffen, dass dies deutlich unkomplizierter und einfacher ist und wünschen viel Spass mit der neuen bzw vereinfachten Funktionsweise!

Written by: Marcel Kanz on 11. Januar 2019

Aktuell gibt es die großartige Chance mit Findyourhorse und dem Kooperationspartner Twohearts ein hochwertiges und innovatives X-Pad by twohearts (Dressur) im Wert von 138€ zu gewinnen!

Dieses ermöglicht eine maximale Druckentlastung und optimalen Schutz vor Druckstellen

Das Gewinnspiel läuft bis 20.01.2019 auf dem Instagram Kanal „Twohearts_official“ (<- Klick)

Wir danken an dieser Stelle Twohearts-Equestrian für die großzügige Unterstützung!

Die Teilnahmebedingungen finden sich unter folgenden Posting: -> Klick

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück und drücken die Daumen!

Written by: Marcel Kanz on 30. Dezember 2018

Schöner Wohnen – Wie Pferde wohnen (möchten)!

In diesem Blog möchte ich Euch einige Wohnmöglichkeiten für Pferde vorstellen, ebenso wie die damit verbundenen Vor– und Nachteile. Diese beruhen ausschließlich auf den durch mich gemachten Erfahrungen in über 30 Jahren Pferdehaltung und sind nicht als allgemeingültige Regeln anzusehen.

Ständerhaltung

 

Nicht gleich schreien!

Gibt es heute (hoffentlich) nicht mehr in Deutschland. Ich will sie nur der Vollständigkeit halber mit aufführen, auch um die nachfolgenden Möglichkeiten in einem noch besseren Licht erscheinen zu lassen. 🙂

Ständerhaltung ist nicht toll und für unsere heutigen Reitpferde, die in der Regel eine Stunde täglich maximal „arbeiten“ müssen wäre sie sicherlich auch schwer zu ertragen. Vor 100 Jahren und auch später noch war es die gebräuchlichste Haltung für Pferde und zu dieser Zeit war sie auch gar nicht soooo schlimm. Die Pferde wurden in der Regel in der Landwirtschaft, im Wald oder beim Militär eingesetzt und waren den ganzen Tag auf Achse. Wenn die Abends in ihren Stall zurückkamen, waren die todmüde und einfach nur froh endlich mal stehen zu können, ihr Heu und ihren Hafer zu knuspern und zu schlafen. Da war es nicht so wichtig, daß sie ein geräumiges Appartement zur Verfügung hatten. Die wollten sich eh nicht mehr bewegen.

Einzelbox

 

Einzelboxen sind auch heute noch die gebräuchlichste Unterbringung für Pferde. Es gibt sie in allen möglichen Ausführungen, vom einfachen Wohnklo mit Kochnische bis zur Luxusvariante mit vorgelagertem Balkon. Auch in der Größe variieren sie erheblich. Früher war die Standardgröße für eine Box ca. 3 x 3 m, heute sind sie in der Regel um einiges größer. Die Haltung in einer Einzelbox hat durchaus auch Vorteile. Für Hengste zum Beispiel! Es mag vielleicht bei einigen Robustpferderassen möglich sein mehrere Hengste zusammen in einem Laufstall o. ä. zu halten, ohne daß die sich gleich an den Kragen gehen, aber ich stelle es mir etwas schwierig vor, unsere heutigen hochgezüchteten Deckhengste einfach mal so zusammen auf die Wiese zu stellen, nach dem Motto: der Stärkste gewinnt! Das würde die Anzahl der zur Verfügung stehenden Deckhengste wohl nachhaltig reduzieren!

Auch ist nicht jedes Pferd so sozial eingestellt, daß es gerne auf Tuchfühlung mit seinen Artgenossen wohnen möchte. Und manche sind auch einfach so unfreundlich, daß die anderen nicht mit ihnen auf Tuchfühlung leben möchten. Es gibt auch Pferde, die haben gerne ihren eigenen Bereich. Die können nur entspannen, wenn sie ihren ganz persönlichen Rückzugsort haben. Gerade rangniedrige Pferde legen sich z. B. oft zum Schlafen gar nicht hin, wenn andere Pferde ohne Trennwand in der Nähe sind. Außerdem gibt es auch unter Pferden Sympathien und Antipathien und ein Pferd, das den ganzen Tag gezwungen ist mit einem solchen Unsympath frei unter einem Dach zu verbringen, ohne diesem wirklich aus dem Weg gehen zu können, wird kein glückliches und entspanntes Leben führen können.

Für kranke Pferde, die sich aufgrund einer Verletzung oder Operation nicht frei bewegen dürfen ist eine Einzelbox eine meist unumgängliche Unterbringungsart, da nur in einer solchen die Bewegungsmöglichkeit kontrollierbar und somit eine sichere Genesung gewährleistet ist.

Einzelboxen haben also durchaus auch Vorteile, die man nicht unterschätzen sollte. Voraussetzung sind natürlich die Mindestanforderungen an Größe, Helligkeit, Luftigkeit und die Möglichkeit zum Sozialkontakt in Form von Gitterstäben und Ausguckmöglichkeiten zur Stallgasse und/oder nach draußen. Eine rundum verrammelte Einzelbox, in der die Pferde wie in einem Knast dahinvegetieren, sollte heutzutage nicht mehr anzutreffen sein.

Auch muß sichergestellt sein, daß die Pferde ausreichend Bewegung außerhalb ihrer Box erhalten in Form von Reiten, Führanlage, Paddock und/oder Weide.

Außenboxen

 

Außenboxen sind in der Regel die „Room-with-a-fiew“-Variante der Einzelbox, die dem Pferd einen freien Blick durch ein nach außen gerichtetes offenes Fenster ermöglicht und ihm somit etwas mehr Abwechslung bietet als eine Innenbox, die nur den Blick in die Stallgasse bietet.

Paddockboxen

 

Die Paddockbox ist die Erweiterung einer Innen- oder Außenbox durch eine vorgelagerte Terrasse. Dieser Paddock ist in der Regel etwa doppelt so groß wie die Box selbst und bietet dem Pferd die Möglichkeit selbständig zu entscheiden, ob es drinnen oder draußen stehen möchte. Im Prinzip eine schöne Sache, allerdings nicht für jedes Pferd. Hat man mehrere Pferde nebeneinander in Paddockboxen untergebracht muß man schon sehr gut entscheiden, welche Zossen man nebeneinander stellt. Denn auch hier gilt wieder: nicht Jeder kann mit Jedem! Und die Umzäunungen der Paddocks bestehen – bei den stabilen Varianten – aus Holz, Stangen oder Panels, manchmal aber auch nur aus Elektrolitzen, was ein nicht zu unterschätzendes Verletzungspotential mit sich bringt. In diesen Litzen bleiben Pferde mit Vorliebe mit den Füßen hängen, wenn sie quietschend nach ihrem Nachbarn ausschlagen, aber auch die stabilen Stangenvarianten halten einige nicht davon ab, ihre Füße darauf abzulegen oder dazwischen zu verheddern. Sei es durch Auskeilen mit der Hinterhand einzufädeln oder beim Steigen mit den Vorderfüssen mal rüberzulangen. Für Pferde, die zum Zanken neigen, sind solche Paddockboxen daher nur eingeschränkt empfehlenswert.

Und noch was ganz Wichtiges: Paddocks, die nicht breiter als eine Box sind, sollten nicht mit Sand, Hackschnitzeln oder sonstigen weichen Materialien ausgestreut sein. Darin wälzen Pferde sich nämlich gern und es besteht ebenfalls die Gefahr, daß sie im Zaun landen, was besonders bei Litzen-Einzäunung zu äußerst unschönen Verletzungen führen kann. Also immer einen festen Untergrund wählen, wie Pflaster, Rasengitter oder Paddockmatten, was die Pferde nicht zum Wälzen animiert.

Gruppenhaltung

Gruppenhaltung gibt es in diversen Varianten. Dies kann z. B. ein großer Laufstall sein, in dem die Pferde frei herumlaufen können. Wird besonders gerne für Stuten mit Fohlen oder auch für Absetzer und Jungpferde genutzt. Ist eine schöne Sache. Die jungen Pferde lernen Sozialverhalten, haben die Möglichkeit zum Körperkontakt (Fellchenkraulen) und haben mehr Bewegungsfreiheit als in einer Einzelbox. Außerdem liegen junge Pferde gerne „im Stapel“, während die älteren Modelle häufig auf „einer Armlänge“ Abstand bestehen.

Die Steigerung des Laufstalles ist der Offenstall. Hier ist an den Laufstall ein großer gemeinsamer Auslauf oder eine Weide angeschlossen, so daß die Pferde die Möglichkeit haben, sich auch im Freien aufzuhalten. Idealerweise sollte dieser Auslauf gut befestigt sein, damit die Pferde auch im Winter nicht im endlosen Schlamm versinken. Wenn man mehrere erwachsene Pferde zusammen in einem Offenstall hält, oder auch wenn die Zusammenstellung der Gruppe öfter mal wechselt ist es sinnvoll, wenn man den Stallbereich in mehrere offene Abteile trennt. Sonst steht „Mr. Protz“ genau in der Mitte des Stalls und läßt keinen Anderen rein und keiner darf ans Futter. Wir haben z. B. einen insgesamt 40 m langen Offenstall in 8 große offene Boxen geteilt und zwischen je 2 Boxen nochmal einen Trennzaun im Paddock gezogen, so daß 4 Einheiten entstanden sind, in denen wir die Pferde so zusammenstellen können, wie sie sich gut vertragen und auch die Rangniedrigen was zu Futtern bekommen.

Offenställe gibt es dann auch wieder in allen möglichen Varianten, die näher zu beleuchten den Rahmen dieses Blogs sprengen würde. Da gibt es Aktivställe mit getrennten Wohn-, Klo- und Essbereichen, welche mit „Hindernissen“, damit die Pferde gezwungen sind, sich zu bewegen usw. und so fort. Auch die Inneneinrichtung der Ställe kennt keine Grenzen. Von der einfachen Bretterbude bis hin zum Kronleuchter an der Decke, über goldene Pferdeköpfe und gekachelte Boxenwände bis hin zur Fußbodenheizung – es gibt Nichts, was es nicht gibt.

Ob der ganze Luxus den Pferden wichtig ist, bleibt dahingestellt. Wenn die die Wahl haben würden sie vermutlich die Bretterbude mit viel Platz und Auslauf dem goldenen Käfig vorziehen.

In diesem Sinne: Fröhliches Wohnen!

Ein Beitrag von Birgit Kanz

Written by: Marcel Kanz on 17. Dezember 2018

Welche Fragen muss ich mir als Käufer stellen?

Die Antwort könnte auch lauten:

1000!

Aber eigentlich geht es objektiv nur um eine Handvoll, die wirklich wichtig sind, und diese möchte ich kurz umreissen. Auf Wunsch kann ich in weiteren Beiträgen auf die Einzelnen eingehen, aber hier gilt es erstmal, diese aufzulisten.

Preis/Budget

 

Natürlich -> Jedem ist klar, dass am Ende einer Pferd-Reiter-Beziehung die laufenden Kosten meist deutlich höher sind als die Anschaffungskosten, aber dennoch haben die meisten Kunden immer ein gewisses Budget für den Pferdekauf. Zu beachten dabei ist, dass man einen kleinen Puffer braucht, da -je nach Verhandlung- auch Kosten für den Tüv, den Transport und das Erst-Equipment anfallen.

Ziele

 

Was will ich?

Wenn ich ein Pferd suche, mit dem ich mal erfolgreich S-Dressur gehen will, muss ich ein Pferd suchen, dass auch die Qualität dafür hat oder zumindest erkennen lässt.

Hier findet sich oft ein direkter Zusammenhang zum Budget. Bleiben wir beim Beispiel S-Dressur: hier geht es oft um viel Geld. Wer nicht den grossen Geldbeutel mitbringt um sich ein fertiges, platziertes und talentiertes 8jähriges S-Pferd zu kaufen, muss sehen, ob er entweder ein günstigeres jüngeres kauft mit dem Potential dazu, dass er dann selbst ausbildet, oder alternativ ein schon älteres, womöglich auch mit gesundheitlichen Einschränkungen, mit denen man aber leben kann.

Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass man seine Ziele für sich selbst realistisch einschätzt und dann ein entsprechendes Anforderungsprofil entwickelt.

Gesundheit

 

Kein Pferd ist perfekt.

Vielleicht erschrecke ich jetzt, aber aus der Erfahrung heraus sage ich, dass ca 3 von 5 Pferden zum Beispiel irgendeinen Chip haben. Jeder will beim Pferdekauf das gesundheitliche Risiko so klein wie möglich halten, aber ausschliessen lässt es sich nicht. Wir reden über Lebewesen! In den allerwenigsten Fällen stört zum Beispiel ein Chip mal, und wenn doch, lässt er sich meist recht gut operativ entfernen!

Oder nehmen wir Rückenbilder: viel mehr Pferde haben Wirbel-Engstände, als früher mal angenommen. Statistisch gesehen ist es damit nichts -wie früher vermutet- „gravierendes“ mehr, sondern eher „Norm„. Hat man beim Probereiten ein gutes Gefühl und ist gewährleistet, dass man korrekt reitet, werden solche Engstände wohl nie auch ein Problem werden. Wichtig ist einfach, dass man mit dem Tierarzt gut kommuniziert. Ein perfektes Pferd gibt es nicht, aber man braucht das Pferd, wo man abschätzen kann, dass die diversen Auffälligkeiten vertretbar sind.

Beim alten Röntgenleitfaden wurde ich bei einer Benotung von 2-3 oft gefragt, warum das Pferd krank sei?! Fakt ist aber, dass ca 75% aller Tüvs 2-3 haben, weil das einfach „normal“ ist. Auch gilt es nicht vergessen, dass sich die Gesamtnote am schlechtesten Bild orientiert!

Wenn alle Röntgenbilder Note 1 haben, aber nur 1 Bild die Note 3 -und das ist noch ein Befund, der wohl nie ein Problem werden wird……dann ist der ganze Tüv nur 3!

Harmonie/Chemie

 

Es muss passen!

Optisch, charakterlich und unter dem Sattel! Ich muss ein Pferd mögen. Wenn ich in den Stall komme, will ich ein Pferd sehen, das mir gefällt. Und ein Pferd, bei dem ich sehe, dass es sich freut, wenn es mich sieht! Und ich muss es reiten mögen, können und wollen! Alles andere macht gar keinen Sinn. Wichtig dabei ist aber, dass nicht immer der Ist-Zustand beim ausprobieren das Entscheidungskriterium sein sollte, sondern das Bauchgefühl kombiniert mit Erfahrung, ob das zu Hause zusammenwachsen und gut werden kann!