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Written by: Marcel Kanz in 17. Dezember 2018

Welche Fragen muss ich mir als Käufer stellen?

Die Antwort könnte auch lauten:

1000!

Aber eigentlich geht es objektiv nur um eine Handvoll, die wirklich wichtig sind, und diese möchte ich kurz umreissen. Auf Wunsch kann ich in weiteren Beiträgen auf die Einzelnen eingehen, aber hier gilt es erstmal, diese aufzulisten.

Preis/Budget

 

Natürlich -> Jedem ist klar, dass am Ende einer Pferd-Reiter-Beziehung die laufenden Kosten meist deutlich höher sind als die Anschaffungskosten, aber dennoch haben die meisten Kunden immer ein gewisses Budget für den Pferdekauf. Zu beachten dabei ist, dass man einen kleinen Puffer braucht, da -je nach Verhandlung- auch Kosten für den Tüv, den Transport und das Erst-Equipment anfallen.

Ziele

 

Was will ich?

Wenn ich ein Pferd suche, mit dem ich mal erfolgreich S-Dressur gehen will, muss ich ein Pferd suchen, dass auch die Qualität dafür hat oder zumindest erkennen lässt.

Hier findet sich oft ein direkter Zusammenhang zum Budget. Bleiben wir beim Beispiel S-Dressur: hier geht es oft um viel Geld. Wer nicht den grossen Geldbeutel mitbringt um sich ein fertiges, platziertes und talentiertes 8jähriges S-Pferd zu kaufen, muss sehen, ob er entweder ein günstigeres jüngeres kauft mit dem Potential dazu, dass er dann selbst ausbildet, oder alternativ ein schon älteres, womöglich auch mit gesundheitlichen Einschränkungen, mit denen man aber leben kann.

Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass man seine Ziele für sich selbst realistisch einschätzt und dann ein entsprechendes Anforderungsprofil entwickelt.

Gesundheit

 

Kein Pferd ist perfekt.

Vielleicht erschrecke ich jetzt, aber aus der Erfahrung heraus sage ich, dass ca 3 von 5 Pferden zum Beispiel irgendeinen Chip haben. Jeder will beim Pferdekauf das gesundheitliche Risiko so klein wie möglich halten, aber ausschliessen lässt es sich nicht. Wir reden über Lebewesen! In den allerwenigsten Fällen stört zum Beispiel ein Chip mal, und wenn doch, lässt er sich meist recht gut operativ entfernen!

Oder nehmen wir Rückenbilder: viel mehr Pferde haben Wirbel-Engstände, als früher mal angenommen. Statistisch gesehen ist es damit nichts -wie früher vermutet- „gravierendes“ mehr, sondern eher „Norm„. Hat man beim Probereiten ein gutes Gefühl und ist gewährleistet, dass man korrekt reitet, werden solche Engstände wohl nie auch ein Problem werden. Wichtig ist einfach, dass man mit dem Tierarzt gut kommuniziert. Ein perfektes Pferd gibt es nicht, aber man braucht das Pferd, wo man abschätzen kann, dass die diversen Auffälligkeiten vertretbar sind.

Beim alten Röntgenleitfaden wurde ich bei einer Benotung von 2-3 oft gefragt, warum das Pferd krank sei?! Fakt ist aber, dass ca 75% aller Tüvs 2-3 haben, weil das einfach „normal“ ist. Auch gilt es nicht vergessen, dass sich die Gesamtnote am schlechtesten Bild orientiert!

Wenn alle Röntgenbilder Note 1 haben, aber nur 1 Bild die Note 3 -und das ist noch ein Befund, der wohl nie ein Problem werden wird……dann ist der ganze Tüv nur 3!

Harmonie/Chemie

 

Es muss passen!

Optisch, charakterlich und unter dem Sattel! Ich muss ein Pferd mögen. Wenn ich in den Stall komme, will ich ein Pferd sehen, das mir gefällt. Und ein Pferd, bei dem ich sehe, dass es sich freut, wenn es mich sieht! Und ich muss es reiten mögen, können und wollen! Alles andere macht gar keinen Sinn. Wichtig dabei ist aber, dass nicht immer der Ist-Zustand beim ausprobieren das Entscheidungskriterium sein sollte, sondern das Bauchgefühl kombiniert mit Erfahrung, ob das zu Hause zusammenwachsen und gut werden kann!

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